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Konzept zur Leseförderung an der Pestalozzischule

- Lesen
- Bedeutung des Lesens – Ziele der Leseförderung
- Aufbau einer Lesemotivation und Lesehaltung
- Leseförderung an der Pestalozzischule
- Kooperationen in der Leseförderung
1. Lesen

Lesen ist Sinnkonstruktion, ist immer mit Sinnentnahme verbunden. Lesen
hat das Ziel, Informationen aus Texten zu entnehmen und zu verwerten. Müssen
auch Leseanfängerinnen und –anfänger zunächst einmal die Technik des Lesens
erlernen, so erkennen sie doch erst mit Hilfe ihrer Leseerwartung Wörter
und Sätze und somit den Sinn der Texte.
2. Bedeutung des Lesens – Ziele der Leseförderung

Lesen ist die grundlegende Kulturtechnik überhaupt. Es hat eine Schlüs-selfunktion
für weiteres erfolgreiches Lernen. Es fördert wichtige geistige Fähigkeiten
und ist letztlich auch Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit Medien.
Gegenstände der Leseförderung sind Texte und Medien, wobei wir von einem
sehr weit reichenden Text- und Medien-begriff ausgehen. Dies spiegelt sich
in der Auswahl der Texte wieder.
| "Man braucht, um Leser zu werden, eine anregende Leseumwelt
und erwachsene Lesevorbilder, die ihre eigene kulturelle Orientierung
persönlich verbindlich und kompetent auch zu erkennen geben. Man
braucht alltägliche, gemischte Lesesituati-onen mit individuellen
Rückzugsmöglichkeiten, aber auch praktische Handlungszu-sammengänge,
für die die Eigeninitiative im Lesen unerlässlich ist. Man braucht
Ge-sprächspartner, um Verständnisschwierigkeiten auszuräumen, um
Leseeindrücke auszutauschen, um das eigene Urteil zu schärfen. Und
vor allem: Man braucht einen Konsens, dass Lesen Freude macht, Genuss
bereiten und der je persönlichen intel-lektuellen Neugier folgen
darf." (Bettina Hurrelmann) |
An der Pestalozzischule legen wir großen Wert zum einen auf das Erler-nen
und Beherrschen von Lesefertigkeiten und -fähigkeiten und zum an-deren auf
die Ausbildung einer genießenden und interessengeleiteten Lesehaltung auf
allen Stufen der Leseentwicklung. Dies ist von besonde-rer Bedeutung, da
hierdurch "das Lesen im eigenen Alltag eine positive Funktion erhält und
eine überdauernde Lesemotivation gefördert wird." (Lehrplan Deutsch) "Lesen-
und Schreibenlernen unterstützen sich gegenseitig." (Lehrplan Deutsch) Durch
das frühe mit der Anlauttabelle ent-deckt jedes Kind für
sich die Schrift. Es erkennt den Zusammenhang zwischen Laut und Buchstaben
und kommt so auch zum Lesen. Daher ist auch die Druckschrift die gemeinsame
Ausgangsschrift für das Lesen und Schreiben. Unser Ziel in der Leseerziehung
ist es, Grundlagen für die geistige Ent-wicklung und für das weitere Lernen
zu legen und die Kinder zu einem lebenslangen Lesen anzuregen.
3. Aufbau einer Lesemotivation und Lesehaltung

Lesemotivation ist in erster Linie abhängig von der Lesekompetenz. Deshalb
ist die Leseentwicklung an der Pestalozzischule ein wichtiges Übungsfeld
von Anfang an, dem auch innerhalb des neu eingeführten klassen- und jahrgangsübergreifenden
Förderbandes der Eingangsstufe Rechnung getragen wird. Neben dem Know-how
der methodischen Vor-gehensweise sind es unter anderem die folgenden Bausteine
(Angebo-te), durch die die Schülerinnen und Schüler an das Lesenlernen heran-geführt
werden und die Lust am Lesen aufrechterhalten wird:
- Altersgemäße, nicht überfordernde Lesetexte
- Regelmäßiges Vorlesen auch unter Einbezug der Kinder
- Anregende Leseumwelt in den Klassen bzw. in der Schule
(Leseecken, freie Lesezeiten)
- Lese-Arbeitsgemeinschaften
- Lese-Mal-Hefte
- Lesetagebücher
- Ganzschriften mit Lesebegleitheften
- Verbindung von schulischem und häuslichem Lesen durch
Einbezug des privaten Lesestoffes
- Lesen im Internet (Antolin)
- Lesenacht in der Schule
4. Leseförderung an der Pestalozzischule

Allgemein
- Generell kommen sehr verschiedene Textsorten zum Einsatz:
erzählende Texte, informierende Texte, Alltagstexte, szenische Texte,
Lyrik, Comics und Ganzschriften.
- Im Rahmen des Konzeptes
erlernen die Kinder Methoden zur Informationsbeschaffung und -entnahme
aus Texten.
- Laut Konferenzbeschluss muss in jedem Schuljahr eine
Ganz-schrift gelesen werden.
- Alle Kinder haben die Möglichkeit über das Internet
Fragen zu gelesenen Büchern zu beantworten (Antolin).
- Mit festgelegten Testverfahren wird der Stand der Leseentwick-lung
eines jeden Kindes ermittelt. Hier setzen individuelle Förderungen ein.
- Kinder mit einer speziellen Lese-Rechtschreibschwäche
werden mit der Hamburger Schreibprobe zu Beginn und zum Abschluss eines
Schuljahres getestet und gegebenenfalls zu einer intensi-ven Förderung
eingeladen.
Eingangsstufe - Klasse 1/2
- Kinder mit den unterschiedlichen Lernausgangslagen
werden sowohl im Klassenunterricht als auch im Förderband (s. Förder-konzept)
gezielt gefördert.
- Unterstützt wird das Lesenlernen durch die Methode
, bei der die Kinder die Struktur der Schrift ü-ber die Anlauttabelle
und durch eigenes frühes Schreiben ent-decken.
- Den Kindern wird viel vorgelesen, sie erlernen die
Lesetechnik und lesen Texte auf ihrem Leseniveau und entnehmen erste
Informationen.
Klasse 3/4
- Die Textsorten werden erweitert.
- Die Arbeit am Text, das Textverstehen und das Aufgabenver-ständnis
stehen im Vordergrund.
Offene Ganztagsschule
- Bücherecke
- Vorlesezeiten
- Antolin: Eingabe ins Internet
- Leseförderung in der Hausaufgabenbetreuung bzw. im
Silentium
5. Kooperationen in der Leseförderung

Für eine noch intensivere Leseförderung kooperieren wir mit
- der Pfarrbücherei St. Cyriakus
- regelmäßige Bücherkisten - allgemein oder zu bestimmten
Themen - für die Klassen. Die Pfarrbücherei hat mittlerweile Bücher,
die in Antolin bearbeitet werden können, gekennzeichnet.
- Büchereibesuche
- eilhabe an Vorlesestunden
- der Stadtbibliothek
- Bücherkisten - eher themenbezogen
- Bibliotheksbesuche
- Eltern
- Eltern beteiligen sich in der Eingangsstufe an
Lesestunden und lassen sich von Kindern vorlesen.
- Zwei Mütter bieten für Kinder der Eingangsstufe
Lese-Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag an und beziehen ältere
Kinder als Lesehelfer mit ein.
- Eltern unterstützen Kinder bei der Antolin-Eingabe
– auch am Nachmittag.
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